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Postfossile Städte

 

Um die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 und die Klimaschutzziele des Pariser Übereinkommens Abkommens erfolgreich umzusetzen, steht ein massiver Umbau der Infrastruktur urbaner Räume an. Dieses Projekt macht die dafür erforderlichen Prozesse für relevante Akteure in einem computergestützten Simulationsspiel fachlich fundiert erlebbar.

Projektbeschrieb (laufendes Forschungsprojekt)

Zur Identifikation möglicher Entwicklungspfade hin zu postfossilen Städten werden wir im Kontext der "Schweizer Stadt 2050", einer fiktionalen Stadt im Schweizer Mittelland im Jahr 2050, die frei von fossilem Kohlenstoff ist, ein Simulationsspiel entwickeln, erproben und anwenden. Die Entwicklung des generischen Simulationsspiels, das Computersimulations- mit Rollenspielelementen verbindet, erfolgt gemäss der "Design Science Research"-Methodologie, ein auf zwei Jahre angelegter, iterativer Prozess unter Einbezug von Expertinnen und Experten aus den Bereichen Städteplanung sowie Ingenieur- und Materialwissenschaften. In einer zweiten Phase von eineinhalb Jahren werden wir das Spiel in zwei Simulationsserien mit unterschiedlichen ökologischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen durchführen.

Hintergrund

Im 21. Jahrhundert stellen urbane Räume die zentrale Organisationsform der Gesellschaft dar. Aufbau, Erneuerung und Betrieb der dafür notwendigen Infrastruktur sind mit erheblichen Belastungen für die natürliche Umwelt verbunden. Um die Entwicklungszieleder Agenda 2030 und des Abkommens von Paris, bedarf es einer aktiven Gestaltung durch relevante Akteure. Eine Möglichkeit dafür bieten Simulationsspiele, in denen mögliche Entwicklungspfade spielerisch erprobt, erfahren und hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit geprüft werden können.

Ziel

Ziel des Projektes ist es, Datengrundlagen, Modelle und darauf aufbauend ein Simulationsspiel zu entwickeln, mit dem sich mögliche Entwicklungspfade hin zu einer postfossilen Stadt finden und beurteilen lassen. Insbesondere sollen dabei deren Auswirkungen auf den gesellschaftlichen Metabolismus sichtbar gemacht und Zielkonflikte zwischen den beteiligten Akteuren offengelegt werden.

Bedeutung

Zum Abschluss des Projektes wird ein Simulationsspiel vorliegen, mit dem gesellschaftliche Akteure die Auswirkungen ihrer Entscheidungen im Zusammenhang mit der Transition zu einer postfossilen Stadt erfahren und ihre Rolle in einer solchen Transition proaktiv reflektieren können. Im Rahmen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung leistet das Projekt einen Beitrag zu den Zielen 11 Nachhaltige Städte und Gemeinden, 12 Verantwortungsvoller Konsum und Produktion und 13 Massnahmen zum Klimaschutz.

Originaltitel

Constraint Aware Pathways to the Post-Fossil Swiss City (CAPATHITY)

Projektverantwortliche

Projektleitung

  • Dr. Patrick Wäger, Empa
  • Prof. Dr. Lorenz Hilty, Institut für Informatik, Universität Zürich
  • Prof. Dr. Daniel Müller, Department of Energy and Process Engineering, Norwegian University of Science and Technology (NTNU)

Projektpartner

  • Dr. Markus Ulrich, UCS Ulrich Creative Simulations GmbH, Zürich

 

 

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

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Dr. Patrick Wäger Empa Lerchenfeldstrasse 5 9014 St. Gallen +41 58 765 78 45 patrick.waeger@empa.ch

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