Navigation

Digitale Innovationen für eine nachhaltige Landwirtschaft

 

In einem interdisziplinären Team der ETH Zürich untersuchen wir, welche technischen, agronomischen und sozioökonomischen Faktoren eine Nutzung innovativer Informations- und Kommunikationstechnologien für eine nachhaltige Schweizer Landwirtschaft ermöglichen.

Projektbeschrieb (laufendes Forschungsprojekt)

In unserem Projekt "InnoFarm" untersuchen wir, wie Drohnen und neueste Sensortechnologie genutzt werden können, um Stickstoff und andere Hilfsstoffe gezielter und effizienter in der Landwirtschaft einzusetzen. Mittels mobilen, hochauflösenden Messgeräten quantifizieren wir, wie der Einsatz von Verfahren der ‘Präzisionslandwirtschaft’ Treibhausgas- und Nitratemissionen beeinflusst. Darauf aufbauend analysieren wir, welchen ökonomischen Nutzen diese Technologien in der kleinräumigen Schweizer Landwirtschaft haben können. Hierfür untersuchen wir verschiedene Kooperationsmodelle zwischen Landwirtinnen und Landwirten. Wir zeigen dadurch, unter welchen Politik- und Managementmassnahmen neue Informations- und Kommunikationstechnologien zu einer nachhaltigen Landwirtschaft beitragen können.

Hintergrund

Neue digitale Monitoring-Techniken kombiniert mit automatisierten Datenauswertungsverfahren ermöglichen eine präzisere Anwendung von landwirtschaftlichen Produktionsfaktoren wie Pflanzenschutz- oder Düngemittel. Dadurch kann die Landwirtschaft umweltfreundlicher werden, ohne dass deren Produktivität abnimmt. Nur eine ganzheitliche Betrachtung von technischen, agronomischen und sozioökonomischen Faktoren schafft jedoch die Voraussetzung dafür, dass Mehrwerte für eine nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft realisiert werden.

Ziel

Das Ziel des Projektes ist es, aufzuzeigen, wie die Verbindung von neuen Informations- und Kommunikationstechnologien mit bäuerlichen Kooperationsmodellen zu einer nachhaltigen Entwicklung der Schweizer Landwirtschaft beitragen können. Wir wollen neue Anwendungen für Drohnen im Bereich des Düngereinsatzes aufzeigen und deren Umweltauswirkungen quantifizieren. Darüber hinaus möchten wir Kosten und Nutzen dieser Technologien bestimmen und so eine Entscheidungsgrundlage für Management- und Politikmassnahmen liefern.

Bedeutung

Anhand von quantitativen Analysen erweitern die Erkenntnisse des Projektes die Wissensbasis für Landwirtinnen und Landwirte, Beratung, Technologieentwicklung und Politik. Mit dem Projekt ermöglichen wir so den verstärkten Einsatz innovativer Lösungen im Landwirtschaftssektor und eröffnen neue Möglichkeiten für die Weiterentwicklung der Agrarpolitik. "InnoFarm" zeigt damit Lösungen für eine effizientere, innovativere und nachhaltigere Nahrungsmittelproduktion in der Schweizer Landwirtschaft auf.

Originaltitel

Reconciling innovative farming practices and networks to enable Sustainable development of smart Swiss farming systems (InnoFarm)

Projektverantwortliche

Projektleitung

  • Prof. Dr. Robert Finger, Gruppe für Agrarökonomie und -politik, ETH Zürich
  • Dr. Robert Huber, Gruppe für Agrarökonomie und -politik, ETH Zürich
  • Prof. Dr. Nina Buchmann, Institut für Agrarwissenschaften, ETH Zürich
  • Prof. Dr. Achim Walter, Institut für Agrarwissenschaften, ETH Zürich

Projektpartner

  • DigiN Project (Agroscope)
  • European Association of Remote Sensing Laboratories - EARSeL
  • Nitrogäu Project (FiBL)
  • SENsing of Scalable ECOphysiological traits – Senseco (COST action)

 

 

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

/SiteCollectionImages/finger-robert.jpg

Prof. Dr. Robert Finger Gruppe für Agrarökonomie und -politik, ETH Zürich Sonneggstrasse 33 8092 Zürich +41 44 632 53 92 rofinger@ethz.ch

Zu diesem Thema