Navigation

Abstimmung von Ressourcenpolitik und Geschäftsstrategien im Bausektor

 

In einem interdisziplinären Team untersuchen wir, wie wirtschaftlicher Wandel, angetrieben durch Geschäftsstrategien, und Veränderung rechtlicher und politischer Rahmenbedingungen, angetrieben durch öffentliche Politiken, wirksamer aufeinander abgestimmt werden kann.

​Projektbeschrieb (laufendes Forschungsprojekt)

In unserer Arbeit wollen wir zwei Fragen beantworten:

  • Wie beeinflussen öffentliche Politiken zur Förderung der Ressourceneffizienz den Erfolg von Geschäftsstrategien in der Bauwirtschaft?
  • Wie beeinflussen alternative Geschäftsstrategien der Bauwirtschaft die Verwendung natürlicher Ressourcen mit Fokus auf mineralische Rohstoffe?

Dazu verwenden wir ein systemdynamisches Modell zur Analyse der Wirksamkeit von Politiken in Kombination mit einem Materialflussmodell zur Bewertung von Ressourceneffizienz und Umweltwirkungen. Wir arbeiten eng mit Unternehmen der Bauwirtschaft und Vertreterinnen und Vertretern von Behörden und Verbänden zusammen.

Hintergrund

Die Baubranche befindet sich im Umbruch. Während sich Bauunternehmen früher auf ihr Kerngeschäft beschränkten, – den Abbau von Kies und Lieferung von Komponenten und Beton – beobachten wir seit etwa 15 Jahren eine fortschreitende Diversifizierung. Auslöser sind Veränderungen der politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen in der öffentlichen Beschaffung, ebenso wie in der Abfallwirtschaft, im Klimaschutz oder in der Raumplanung. Aus umweltpolitischer Sicht sind diese Veränderungen in der Baubranche äusserst interessant, weil sie die Wirksamkeit der Politiken erhöhen können,
z.B. durch erhöhte Verfügbarkeit von Recycling-Beton und besseres Know-How.

Ziel

Ziele unserer Arbeit sind :

  • Empfehlungen erarbeiten für Akteure aus Politik und Verwaltung zur Entwicklung von Massnahmen und Instrumenten für eine Kreislaufwirtschaft im Bauwesen und für die Förderung eines effizienten Einsatzes mineralischer Rohstoffe (=> Wirksamkeitsanalyse von Politiken).
  • Verbesserte Entscheidungsgrundlagen liefern für Unternehmen der Bauwirtschaft zur Weiterentwicklung ihrer Geschäftsmodelle im Sinne einer nachhaltigen Wirtschaft (=> Markt- und Konkurrenzanalyse unter Berücksichtigung alternativer Politiken).

Bedeutung

Mineralische Baustoffe sind eine der wichtigsten inländischen Ressourcen. Jedoch führt ihre Nutzung zu erheblichen Materialumsätzen und Verkehrsaufkommen. Durch das Schliessen der Materialkreisläufe im Bauwesen kann diese Situation deutlich verbessert werden. Bauunternehmen werden so zu Dienstleistern in der Materialbewirtschaftung von Baustellen und ihr Umsatz und Gewinn wird vom Verbrauch von natürlichen Rohstoffen unabhängiger (Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch).

Originaltitel

Co-Evolution of Business Strategies in material and construction industries and public policies

Projektverantwortliche

Projektleitung

  • Prof. Dr. Susanne Kytzia, Institut für Bau und Umwelt, Hochschule für Technik Rapperswil
  • Prof. Dr. Rainer Bunge, Institut für Umwelttechnik, Hochschule für Technik Rapperswil
  • Dr. Katrin Hügel, Institut für Modellbildung und Simulation, Fachhochschule St. Gallen
  • Dr. Christian Opitz, Institut für Operations Research und Computational Finance, Universität St. Gallen
  • Alexander Scheidegger, Institut für Modellbildung und Simulation, Fachhochschule St. Gallen

Projektpartner

  • Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft, Baudirektion des Kanton Zürich
  • Eberhard Group
  • Energie und Ressourcenmanagement GmbH
  • JMS Group
  • JMS Group
  • KIBAG
  • LafargeHolcim
  • Logbau AG
  • Merz Group
  • MOAG
  • Richi Weinigen
  • Spross Group
  • Toggenburger

 

 

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

/SiteCollectionImages/kytzia-susanne.jpg

Prof. Dr. Susanne Kytzia Institut für Bau und Umwelt, Hochschule für Technik Rapperswil Oberseestrasse 1 8640 Rapperswil-Jona +41 55 222 49 17 skytzia@hsr.ch

Zu diesem Thema