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Ressourceneffizienz in Schweizer Spitälern

 

Um die Spitallandschaft nachhaltiger zu gestalten, analysieren wir in Partnerschaft mit Schweizer Spitälern den Ressourcenverbrauch von Spitalprozessen. Dazu werden wir konkrete Vorschläge zur Prozessoptimierung ausarbeiten und testen.

​Projektbeschrieb (laufendes Forschungsprojekt)

Welche Prozesse in einem Spital sind besonders ressourcenintensiv und wie können diese kosteneffizienter und umweltverträglicher gestaltet werden? Um diese Fragen zu beantworten, untersuchen wir relevante Spitalprozesse aus Umweltsicht und analysieren, wie die Abläufe in den Spitälern ressourcenschonender strukturiert werden können. Gemeinsam mit Partnerspitälern, dem Hôpitaux Universitaires Genève, der Insel Gruppe und dem GZO Spital Wetzikon, werden wir konkrete Umsetzungsvorschläge ausarbeiten und testen. Basierend auf Daten, die im Projekt erhoben werden, analysieren wir die Effizienz der Spitäler aus Kosten- und Umweltsicht.

Hintergrund

Obwohl der Gesundheitsbereich aus Umweltsicht nach Ernährung, Mobilität und Wohnen der viertwichtigste Konsumbereich ist, gibt es dazu kaum umfassende Umweltbewertungen. Dadurch ist nicht klar, wo die grössten Hebel für mögliche Verbesserungen sind und wie diese konkret umgesetzt werden könnten. Ausserdem gibt es bisher noch keine Effizienzanalysen im Spitalbereich, welche neben den Kosten auch Umweltbelastungen miteinbeziehen.

Ziel

Mit den folgenden vier Projektzielen sollen die genannten Forschungslücken geschlossen werden:

  1. Umfassendes Wissen über den Ressourcenbedarf und dessen Effizienz im Schweizer Spitalsektor erarbeiten
  2. Ausschlaggebende Faktoren der Umweltbelastung und der Ressourceneffizienz von Spitälern im gesamten Lebenszyklus bestimmen
  3. Eine Liste von umweltfreundlicheren Abläufen ausarbeiten und deren Umsetzbarkeit untersuchen
  4. Praktische Anwendungen von umweltfreundlichen Prozessen im Spitalkontext testen

Bedeutung

Die Lebenszyklusanalyse trägt zu einer umfassenden ökologischen Nachhaltigkeitsperspektive bei, wodurch insbesondere die Ziele für nachhaltigen Entwicklung der Agenda 2030 9 Industrie, Innovation und Infrastruktur, 12 verantwortungsvoller Konsum und Produktion und 13 Massnahmen zum Klimaschutz gestützt werden. Zusätzlich wird das Ziel 3 Gesundheit und Wohlergehen gefördert, indem Spitalabläufe optimiert und die Effizienz der Spitäler erhöht wird.

Originaltitel

Green Hospital - Environmental Impact Assessment, Resource Efficiency, and Hands-on Applications

Projektverantwortliche

Projektleitung

  • Matthias Stucki, Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW)
  • Dr. Stefan Meyer, Institut für Wirtschaftsstudien Basel IWSB
  • Dr. Sebastian Wibbeling, Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, Deutschland

Projektpartner

  • ​GZO Spital Wetzikon
  • Hirslanden Group
  • Inselspital

 

 

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

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Matthias Stucki Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW Grüental 8820 Wädenswil +41 58 934 57 19 matthias.stucki@zhaw.ch

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