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Labor für eine Kreislaufwirtschaft

 

Mit diesem inter- und transdisziplinären Projekt möchten wir in Zusammenarbeit mit Partnerunternehmen aus fünf unterschiedlichen Branchen praxisnah aufzeigen, wie nachhaltiges Wirtschaften in Form einer Kreislaufwirtschaft ökologisch sinnvoll und für Unternehmen gewinnbringend sein kann.

Projektbeschrieb (laufendes Forschungsprojekt)

Im Zentrum des Forschungsinteresses liegt die Kreislaufwirtschaft. Gemeint ist damit die Praxis, Produkte am Ende ihrer Nutzungsphase nicht einfach zu entsorgen, sondern wieder zu demontieren, aufzufrischen und gewinnbringend in einen neuen Produktzyklus zurückzuführen. Seit über zwanzig Jahren setzen renommierte Unternehmen als Pioniere einzelne Aspekte der Kreislaufwirtschaft um. Im Rahmen des Projekts zeigen wir mittels interdisziplinärer Forschung, unter welchen betriebswirtschaftlichen, juristischen, politischen, ökologischen und technischen Bedingungen ein nachhaltigeres Wirtschaften in Form einer Kreislaufwirtschaft zum einen ökologisch sinnvoll und zum anderen für die Firmen auch ökonomisch profitabel sein kann.

Hintergrund

Unsere Wirtschaft basiert mehrheitlich auf einem linearen Prinzip, bei dem Produkte am Ende ihrer Lebenszeit entsorgt und nicht weiterverwendet werden. Die Folgen sind die Entstehung von Abfall und eine unzureichende Nutzung von natürlichen Ressourcen. Hier setzt die Kreislaufwirtschaft an. Verschiedene Gründe, dass ein Produkt, wenn möglich und sinnvoll nie als Abfall entsorgt wird, sondern am Ende seiner Nutzungsphase wieder demontiert, aufgefrischt und gewinnbringend in einen neuen Produktzyklus zurückgeführt werden kann. Verschiedene Gründe führen zu einem erhöhten Interesse am Prinzip der Kreislaufwirtschaft: Übernutzung von natürlichen Ressourcen, Preisschwankungen bei Rohstoffen, Verbrauchssteigerung und Bevölkerungswachstum sowie negative Effekte von Abfällen auf Ökosysteme. Des Weiteren werden alternative Industriesysteme und dazugehörende Geschäftsmodelle in westlichen Volkswirtschaften mit stark umkämpften und gesättigten Märkten als Treiber von Innovationen betrachtet.

Ziel

Ziel dieses inter- und transdisziplinären Projekts ist es aufzuzeigen, wie Prinzipien der Kreislaufwirtschaft von Unternehmen in der Schweizer Wirtschaft ökologisch und ökonomisch nachhaltig angewandt werden können. Dazu arbeiten wir mit acht renommierten Partnerunternehmen zusammen und erstellen branchenabhängige Businesspläne. Diese zeigen auf, wie die erarbeiteten, ressourceneffizienten Muster von Kreislaufwirtschaft konkret in die Wertschöpfungsketten der beteiligten Unternehmen eingeführt werden können.

Bedeutung

Im Rahmen des Projekts möchten wir dazu beitragen, dass Schweizer Unternehmen dank innovativen Geschäftsmodellen einen relevanten Beitrag zur Vermeidung von Abfall leisten und auf ressourcenschonende Produktion von Gütern umsteigen, ohne dabei die ökonomische Perspektive zu vernachlässigen. Der Erhalt der Profitabilität und die aus den neuen Geschäftsmodellen resultierenden Impulse für die Wirtschaft offenbaren unausgeschöpftes Potenzial. Die thematische Breite verlangt eine umfassende Betrachtung und eine interdisziplinäre Herangehensweise. Aus diesem Grund setzt sich unser Forschungsteam aus Personen aus den Umweltwissenschafen, den Rechs- und Politikwissenschaften und der Volkswirtschaftslehre zusammen.

Originaltitel


Laboratory for Applied Circular Economy (LACE)

Projektverantwortliche

Projektleitung

  • Prof. Dr. Karolin Frankenberger, Executive School of Management, Technology and Law; Universität St. Gallen
  • Dr. Roland Hischier, Empa
  • Prof. Dr. Stéphane Nahrath, Institut de hautes études en administration publique (IDHEAP), Université de Lausanne
  • Prof. Dr. Anne-Christine Favre, Faculté de droit, des sciences criminelles et d'administration publique, Université de Lausanne

Projektpartner

  • Dr. Gabs
  • Losinger Marazzi
  • Logitech
  • Nespresso
  • SV Group
  • Tisca Tiara
  • ​V-Zug

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

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Prof. Dr. Karoline Frankenberger Executive School of Management, Technology and Law
Universität St. Gallen
Holzstrasse 15 9010 St. Gallen +41 71 224 27 01 karolin.frankenberger@unisg.ch

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