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20.01.2022

Transformation des Bausektors

Ersatzneubau der Wohnsiedlung Werdwies, Zürich Altstetten
Ersatzneubau der Wohnsiedlung Werdwies, Zürich Altstetten | Foto: Laurence Bonvin, Genf

Beim Co-Creation Lab "Nachhaltiges Wohnen und Bauen" wird die CO2-Reduktion mit Nachfrageszenarien kombiniert.

Unsere gemeinsame Vision für nachhaltiges Wohnen und Bauen ist eine gesunde Wohnsiedlung: Bau und Instandhaltung erfolgen ohne fossile Brennstoffe (CO2-neutral), die Ressourceneffizienz wird maximiert (Kreislaufwirtschaft) und es entsteht ausreichend bezahlbarer Wohnraum für alle Menschen in der Schweiz (Inklusivität).

Das Co-Creation Lab "Nachhaltiges Wohnen und Bauen" des NFP 73 bietet eine Plattform für Diskussionen und Wissensaustausch zu diesem Thema. Der Fokus des Labs liegt auf der Transformation des Bausektors, wobei die Dekarbonisierung der Zement-, Beton- und Bauindustrie mit Nachfrageszenarien kombiniert wird, zum Beispiel durch eine reduzierte Wohnungsnachfrage. Dabei werden folgende konkrete Ziele verfolgt:

  • Orientierung bieten, indem Herausforderungen identifiziert und Strategien für den Transformationsprozess vorgeschlagen werden.
  • Eine Strategie definieren und Massnahmen empfehlen, die den Weg zur Verwirklichung der Vision ebnen.
  • Transformationsexperimente lancieren, beispielsweise partizipative Forschungsprojekte (Living Labs) zum Testen neuartiger Geschäftsmodelle und Anreizsysteme.

In der ersten Phase werden wir die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus den Forschungsprojekten des NFP 73 zusammentragen und daraus Technologie- und Nachfrageszenarien ableiten. Anschliessend werden wir in einem fundierten Co-Creation-Prozess mit den involvierten Akteuren und Akteurinnen eine Roadmap für den Übergang zu nachhaltigem Bauen und Wohnen entwickeln. In der dritten Phase sind Transformationsexperimente vorgesehen.

Für 2022 ist eine Workshop-Reihe geplant. Den Auftakt bildet ein Experten-Workshop zur Frage: Können wir bis 2050 mit den heutigen Strategien CO2-neutrales Wohnen ermöglichen? Die folgenden Workshops richten sich an zwei unterschiedliche Gruppen von Akteuren und Akteurinnen und werden entsprechend gestaltet:

  • Workshop 1: Reduktion der Wohnraumnachfrage – Gemeinsame Raumnutzung zur Reduktion des ökologischen Fussabdrucks beim Wohnen. Der Workshop richtet sich an Expertinnen und Experten aus den Bereichen Stadtplanung, Architektur, Immobilienentwicklung und Finanzierung sowie Wohnbaugenossenschaften. 
  • Workshop 2: Transformation der Bauindustrie – Wie kann die Bauindustrie in einer Netto-Null-Umgebung Mehrwert schaffen? Dieser Workshop richtet sich an Akteure aus der Baustoff- und Bauindustrie, der Immobilien- und der Infrastrukturentwicklung.

Susanne Kytzia von der Ostschweizer Fachhochschule (OST) und Philippe Thalmann von der EPF Lausanne leiten das Co-Creation Lab gemeinsam. Unterstützt werden sie von einem Forschungs- und Expertenteam unter anderem mit Guillaume Habert (ETH Zürich), der am Projekt "Energiearmer Beton" im NFP 71 beteiligt war, sowie weiteren Expertinnen und Experten aus dem NFP 73: Bernhard Truffer und Eva Lieberherr vom Projekt "Modulare Wasserinfrastrukturen", Tobias Welz vom Projekt "Nachhaltigkeit im öffentlichen Beschaffungswesen", Patrick Wäger vom Projekt "Postfossile Städte" sowie Esther Thürig, Projektleiterin von "Umfassende Integration der Ökosystemleistungen von Wäldern".

Für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit wird das Lab bestehende Plattformen nutzen, zum Beispiel die Cement Transition Initiative und Beton 2030.

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakte

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Prof. Dr. Susanne Kytzia Institut für Bau und Umwelt, Hochschule für Technik Rapperswil Oberseestrasse 1 8640 Rapperswil-Jona +41 55 222 49 17 skytzia@hsr.ch

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Prof. Dr. Philippe Thalmann Institut d’architecture et de la ville, EPF Lausanne EPFL ENAC IA LEURE
Station 16
1015 Lausanne +41 21 693 73 21 philippe.thalmann@epfl.ch