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15.12.2020

Generationenübergreifende Fairness und Nachhaltigkeit

Gerechtigkeitsbrunnen, Bern
Gerechtigkeitsbrunnen, Bern

Unter welchen Bedingungen ist die heutige Generation bereit, in eine nachhaltige Wirtschaft zu investieren und die Umweltqualität auch für künftige Generationen zu gewährleisten?

​​Die Umweltökonomie betrachtet eine höhere Umweltqualität als ein Allgemeingut. Die heute lebenden Menschen können jedoch die künftige Umweltqualität nicht verbessern, wenn sie einzeln handeln. Ohne Zusammenarbeit dürften künftige Generationen zwar finanziell reicher sein, bezüglich Umweltqualität aber ärmer.

Ohne ausgeprägte generationenübergreifende Solidarität ist davon auszugehen, dass die heutigen Generationen zu wenig Investitionen in eine nachhaltige Wirtschaft tätigen. Anreize für mehr Fairness zwischen den Generationen könnte eine Besteuerung von Ressourcen schaffen, die mit einer Umverteilung von Steuergeldern zur Altersvorsorge kombiniert wird. Konkret würde eine Steuer auf Ressourcen die Nutzung von Rohstoffen und Energie verteuern und deshalb das Recycling und ressourcensparende Innovationen rentabler machen. Die Steuereinnahmen könnten in die Altersvorsorge fliessen. Dies würde die finanzielle Belastung der erwerbstätigen Generation reduzieren und ihr verfügbares Einkommen steigern.

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 Kontakt

Gunter Stephan Co-Präsident der Leitungsgruppe des NFP 73
Universität Bern
Departement Volkswirtschaftslehre
+41 31 631 39 74 gunter.stephan@vwi.unibe.ch